Medizinische Schwerpunkte

Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Unfallchirurgie

Die Klinik für für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie versorgt Patienten mit Verletzungen aller Extremitätenabschnitte, einschließlich des Beckens auf dem aktuellsten Stand der Traumatologie. Zusätzlich arbeitet die Klinik eng mit dem Wirbelsäulenzentrum der Regio Kliniken in Pinneberg zusammen. Dadurch kann ein breites Spektrum im Rahmen der Akutversorgung abgedeckt werden. Selbst Mehrfach- und Schwerstverletzte können dank der guten Zusammenarbeit aller Chirurgischen Abteilungen, in einer mehrstufigen geplanten Versorgung, auf hohem Niveau behandelt werden.

Knochenbrüche bei Kindern

Die Frakturbehandlung bei Kindern unterliegt einigen Besonderheiten. Diese bestehen zum einen darin, dass der Knochen ein hohes Heilungspotenzial hat und im Rahmen des Wachstumsprozesses durchaus Fehlstellungen ausgeglichen werden. Von daher können weitaus mehr kindliche Frakturen konservativ behandelt werden als bei dem Erwachsenen. Es gilt aber auch eine besondere Aufmerksamkeit in Bezug auf Verletzungen der Wachstumsfugen. Nur bei sachgerechter Behandlung kann ein unfallbedingtes Fehlwachstum vermieden werden.

Zur Vermeidung von operativen Verletzungen der Wachstumsfuge kommen bei Kindern zudem andere Implantate zur Anwendung als beim Erwachsenen. So werden Knochenbrüche überwiegend wenig invasiv mit Federnägeln, Schrauben oder einzelnen Drähten über kleine Hautschnitte versorgt.

Alterstraumatologie

Eine besondere Bedeutung gewinnt die Alterstraumatologie. Mit zunehmendem Alter verlieren die Knochen ihre Festigkeit. Die Knochen brechen leichter. Stürze beispielsweise können daher schwerwiegende Folgen haben. Besonders betroffen sind das Hüftgelenk, die Wirbelsäule, das Becken, der Oberarmkopf sowie auch das Handgelenk. Um diese Verletzungen optimal zu behandeln, haben die Regio Kliniken in Elmshorn eine Alterstraumatologie eingerichtet. Hier arbeiten Unfallchirurgen und Geriater Hand in Hand bei der Versorgung der Patienten zusammen.

Wiederherstellungschirurgie

Die Wiederherstellungschirurgie beschäftigt sich mit der Behandlung von Unfallfolgen. Hierzu zählen unfallbedingte Verschleißerscheinungen genauso wie das Ausbleiben einer Knochenbruchheilung oder fehlverheilende Knochenbrüche. Derartige Eingriffe können nicht nur sehr anspruchsvoll sein, sondern auch einen langen Behandlungszeitraum in Anspruch nehmen.

Insbesondere bei posttraumatischen Knochenentzündungen und bei gleichzeitigem Vorliegen von knöchernen Defektsituationen gibt es verschiedene Möglichkeiten eines Knochenaufbaus zum Erhalt der betroffenen Extremität. Zu nennen wäre beispielsweise ein Knochenaufbau unter Zuhilfenahme des Ringfixateurs nach Ilisarow.

Sportverletzungen

Im Rahmen der Sporttraumatologie besteht die Zielsetzung einer zügigen Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit. Dieses kann erreicht werden durch hohe Stabilität bei guter Funktionalität im Rahmen einer Knochenbruchbehandlung.

Häufig sind aber auch die Gelenke betroffen. In Abhängigkeit vom Verletzungsmuster stehen hier verschiedene minimal-invasive und auch arthroskopische Eingriffe zur Verfügung.

Orthopädie

Die Orthopädie beschäftigt sich mit verschleißbedingten Erkrankungen und Veränderungen des Bewegungsapparates. Am häufigsten finden sich diese Verschleißerscheinungen an Schulter und Kniegelenk. Operative Möglichkeiten stellen die verschiedenen arthroskopischen Operationstechniken dar. Beispielsweise findet sich an der Schulter häufig eine sogenannte Rotatorenmanschettenläsion, d. h. eine der Sehnen, welche zwischen dem Oberarmkopf und dem knöchernen Schulterdach verläuft, unterliegt in hohem Maße dem Verschleiß und kann hierdurch bedingt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung bewirken. Am Kniegelenk sind es meistens Meniskusschädigungen, aber auch Knorpelschäden, welche mit verschiedenen Methoden behandelt werden können. Mehrere Methoden des reperativen Knorpelersatzes stehen zur Verfügung.

Ist der Verschleiß zu fortgeschritten, so bleibt häufig als einzige Möglichkeit die Implantation eines Kunstgelenkes. Die in der Klinik für Orthopädie eingesetzten Prothesen belegen in den internationalen Prothesenregistern einen der vorderen Plätze bei der so genannten Standzeit, also der Haltbarkeit. 

Es gibt bei den Prothesen grundsätzlich zwei Verankerungsmöglichkeiten, sie können zementfrei oder auch zementiert eingebracht werden. Es muss jedoch im Einzelfall entschieden werden, welches Prothesenmodell bzw. welche Kombination sinnvoll erscheint.

Jede Operation ist nur so gut wie die krankengymnastische Nachbehandlung. Wir arbeiten daher eng mit unseren Physiotherapeuten zusammen. Besonderer Wert wird gelegt auf eine gezielte frühfunktionelle krankengymnastische Nachbehandlung, mit rascher Remobilisierung. Gerade bei den älteren Patienten stehen zudem zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, um nach einer erfolgten Operation eine möglichst hohe Selbständigkeit zu sichern.