SPOTLIGHT PFLEGE

Die Pflege zählt zu den wichtigsten und verantwortungsvollsten Berufen – der Berufsalltag ist herausfordernd und erfüllend zugleich. Die politischen Rahmenbedingungen sowie pflegerischen und medizinischen Entwicklungen, die den Arbeitsalltag prägen, ändern sich rasant. 
Wie agieren wir, die Regio Kliniken? Was beschäftigt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege, welche Themen bewegen uns?

So erlebten Kollegen das Jahr 2018 

Zum Jahresneubeginn richten wir einmal den Blick zurück – was war für uns, für Kolleginnen und Kollegen 2018 wichtig? 
 

„MEIN FAZIT FÜR 2018 FÄLLT POSITIV AUS“

Jens Uwe Albrecht, Bereichsleitung Intensivpflege, Regio Klinikum Elmshorn:

„Das Jahr 2018 geht zu Ende. Überall starten die Jahresrückblicke. Was lief gut, worüber hat sich die Welt geärgert, was erschütterte und was hat bewegt. Auch ich mache das immer wieder gern. Gelingt es mir doch damit, die vergangenen Monate zu bewerten und das neue Jahr zu planen.

Ich bin jetzt das zweite Jahr bei Regio und mein Fazit für 2018 fällt positiv aus. In meinen mehr als 25 Jahren Berufserfahrung habe ich schon viele Entwicklungen mitgemacht. Immer auf der Suche nach dem passenden System, um unsere Patienten qualitativ hochwertig zu betreuen.

Wieviel Personal brauchen wir für wie viele Betten? Und wieviel Pflegequalität kann man damit abbilden? Wie belastet ist der Pflegedienst und wie äußert sich das? Ist mehr Personal das einzige Mittel der Wahl? Alle diese Fragen haben uns, und auch die Politik, in diesem Jahr enorm beschäftigt. Der Fachkräftemangel zeigt sich im ganzen Land und das nicht nur im Gesundheitswesen. Vielleicht ist es ja ein gesellschaftliches Problem, das es zu lösen gilt.

Mit dem Fokus der Medien auf Pflege, mit der Aufnahme der Pflegesituation in die politische Diskussion und mit der Schaffung von Personaluntergrenzen und des Pflegestärkungsgesetzes ist eine Wende in der Wahrnehmung von Pflege eingeleitet. Pflege wird gesellschaftlich wieder wertvoll und das ist, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, auch notwendig.

Wie machen wir nun den Beruf der Pflege wieder attraktiv? Wie gelingt es uns, junge Menschen für den Beruf zu gewinnen? Wie passt das Berufsbild in die schnelllebige, digitale und oft unpersönliche Welt?

Im Kern wird Pflege immer Pflege am Menschen bleiben und das ist gut so. Aber welche Assessments nutzen wir, mit welchem Pflegesystem können wir unsere Mitarbeiter der ‚Generationen Y und Z‘ begeistern und wie bringen wir deren Kompetenzen mit ein? Darüber sind in diesem Jahr viele Ideen zusammengekommen.

Ich nehme die Bereitschaft unseres Unternehmens war, diese Ideen zu denken und wo es sinnvoll erscheint umzusetzen. Aber unser Unternehmen sind nicht ‚die da oben‘. Unser Unternehmen sind wir alle, jeder an seinem Platz, in seiner Position und mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Jeder von uns trägt seinen wichtigen Beitrag für die Neuausrichtung der Pflege bei.

Ich freue mich riesig auf diese Arbeit, die sicherlich nicht einfach wird, die aber gemeinsam gut zu schaffen ist und aus der etwas Großes wachsen kann.“

„DAS TUT DEM TEAM SO RICHTIG GUT“

André Sparr, Bereichsleitung Neurologie/Stroke Unit, Regio Klinikum Pinneberg:

„2018 war für uns auf der Neurologie wieder ein pralles buntes Jahr mit vielen Herausforderungen.

Neben der immer wieder großen Herausforderung, Ausfälle zu kompensieren und die Schichten in angemessener Stärke zu besetzen, ist es uns auch gelungen, die Station wieder ein Stück weiter zu entwickeln. Es ist schon immer unsere Devise gewesen, sich gemeinsam mit Problemen auseinander zu setzen und auch gemeinsam eine tragbare Lösung zu entwickeln.
 
Die Teamleitung Claudia Koss ist das ganze Jahr über in der Weiterbildung zur Activitas-Trainerin fleißig gewesen. Die ersten zwei Mitarbeiterinnen haben im November den Bobath-Grundkurs angefangen. All das soll uns befähigen, unsere Patienten fachlich noch besser als jetzt schon zu versorgen, anzuleiten und zu motivieren.
 
Aber neben all dem Alltagsstress ist es immer notwendig, auch außerhalb der Arbeit den Mitarbeitern etwas Gutes zu tun. Mittlerweile legendär sind unser jährliches Sommerfest und auch die Weihnachtsfeier. Alle sind immer eingeladen: Therapeuten, Schüler, Mitarbeiter im pflegerischen und ärztlichen Bereich, vom Bufdi bis zum Chefarzt sind alle dabei.
 
Wir hatten dieses Jahr ein superschönes Sommerfest in der Cablesport-Arena in Pinneberg. Bei schönstem Wetter wurde gesurft, gegrillt, Volleyball gespielt, geschnackt und viel gelacht. Das tut dem Team so richtig gut.
 
Im Dezember haben wir eine Partylocation gemietet und uns kulinarisch verwöhnen lassen von einem Top-Cateringservice. Danach gab es dann eine Party mit cooler Musik, guter Stimmung, Tanzen, Schnacken und Lachen. Das Lachen ist uns überhaupt sehr wichtig. Neben ernsten Themen und dem oft stressigen Alltag gibt es im Team immer wieder Zeit für gemeinsames Lachen, oft auch zusammen mit unseren Patienten.
 
Dankbar sind wir dafür, dass es für die N4 nachmittags jetzt oft eine Servicekraft gibt. Das hilft uns ungemein und ist eine tolle Unterstützung. Und auch sehr dankbar sind wir dafür, dass es bei Regio mittlerweile etablierte Poolkräfte gibt.  Die Mitarbeiterinnen aus dem Pool sind immer sehr gerne gesehen, weil sie uns prima unterstützen, wenn mal ‚Not am Mann‘ ist.
 
Und besonders stolz sind wir in diesem Jahr, dass unsere Station anscheinend bei Mitarbeitern immer noch sehr beliebt ist. Fünf neue Mitarbeiter konnten wir in diesem Jahr einstellen und sind in der glücklichen Lage, einen erfüllten Stellenplan zu haben. 
 
Fazit:
Auch wenn es hier und da immer mal etwas hakt:
Insgesamt sind wir alle froh, auf dieser schönen Station arbeiten zu können."

„FÜR UNS WAR DAS JAHR 2018 SO RICHTIG TURBULENT“

Doreen Ekat, Teamleitung Pflege Palliativstation und Pneumologie (kommissarisch), Regio Klinikum Wedel:

"Für uns war das Jahr 2018 ziemlich turbulent, da wir die neue Palliativstation aufgebaut haben. Dabei wurden aus den fünf in die Station für Pneumologie integrierten Betten dann zehn Betten in einer eigenen Abteilung, der W1B. Wir haben der Eröffnung der erweiterten Station, die sich ein paar Mal verzögerte, sehr entgegengefiebert, denn die Nachfrage ist enorm. Ich finde es schön, dass Wedel den Zuschlag für die Palliativstation bekommen hat. 

Die Palliativpflege ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich engagiere mich seit 2004 auch im Johannis Hospiz und erlebe dort ebenso wie in Wedel, wie wichtig es ist, dass ein unheilbar schwerstkranker Patient eine ganzheitliche Therapie und Pflege bekommt. Viele Palliativpatienten haben ja große Schmerzen und die Schmerztherapie hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert, das finde ich gut. Bei uns arbeiten Physiotherapeuten, Seelsorger, Ärzte und Pflegekräfte alle gemeinsam für den Patienten. Wir sprechen uns in wöchentlichen Teamsitzungen ab. Nur so, Hand in Hand, können wir etwas Gutes für unsere Patienten bewirken.“


Der Film zu unserem Zukunftskongress Spotlight Pflege

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