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Leitbild unseres Hauses 

 
Folgende Punkte definieren unser Leitbild

Würde 

Die Würde des Menschen am Ende des Lebens zu achten und die Lebensqualität unserer Gäste in der letzten Phase ihres Lebens so gut wie nur möglich zu erhalten und zu fördern ist das oberste Ziel im Johannis Hospiz. Wir stellen unser Tun und Handeln unter diesen Leitgedanken.

Unserer christlichen Grundeinstellung folgend, nehmen wir Krankheit, Sterben und Tod als menschliche Grunderfahrungen an. Wir begreifen den Tod als natürlichen Teil des Lebenszyklus. Wir sind dem Hospizgedanken verpflichtet und lehnen aktive Sterbehilfe ab!

Selbstbestimmung 

Die Rechte unserer Gäste zu schützen ist wichtige Grundlage unseres Handelns. Dazu gehört für uns die Selbstbestimmung des Gastes bis zum letzten Tag.

Wir lehnen eine Verlängerung des Sterbens ebenso ab, wie eine bewusste Lebensverkürzung. Wir zollen dem Lebensweg und der Lebenserfahrung unserer Gäste Respekt und wollen es ihnen bis zuletzt ermöglichen, eigene Entscheidungen über sich selbst zu treffen. Maßgebend sind dabei seine Wünsche und Bedürfnisse, die von allen Beteiligten wahrgenommen und respektiert werden sollen. Wir möchten den Übergang vom Leben zum Tod und das Loslassen durch unsere Begleitung erleichtern.

Durch intensive Gespräche sollen mit dem Gast gemeinsame realistische Ziele erarbeitet werden.

Selbstbestimmung bedeutet für uns praktisch, dass es keinen routinierten Tagesablauf gibt. Der Gast strukturiert seinen Tag mit Unterstützung von allen Beteiligten. Es gibt keine Weckzeiten, keine festgelegten Essenszeiten, die Pflege richtet sich nach den Möglichkeiten und Wünschen des Gastes. Dies erfordert ein hohes Maß an Sensibilität, Toleranz und Zeit von Seiten des Teams.

Lebensqualität 

Lebensqualität bedeutet für den Menschen in erster Linie, keine Schmerzen zu haben. Menschen, die an unheilbaren Krankheiten leiden, haben in der Regel starke Schmerzen. Schmerzlinderung bis hin zu Schmerzfreiheit ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit, verbunden mit dem Ziel, das Bewusstsein des Patienten nicht einzuschränken.

Zu Lebensqualität gehört für uns auch, unseren Gästen Raum für ihre Ängste zu geben und existenzielle Fragen zu Sterben und Tod zuzulassen. Wir beanspruchen nicht, immer Antworten oder Lösungen zu haben, aber wir trauen uns zu, unsere Gäste zu begleiten, die Ängste und Sorgen mit ihnen auszuhalten und sie damit nicht alleine zu lassen.

Hohe Lebensqualität für unsere Gäste ist nur erreichbar, wenn wir deren Angehörige und Freunde ebenso im Blick haben, wie unsere Gäste selbst. Intensive Begleitung und Zusammenarbeit mit den wichtigsten Menschen unserer Gäste ist uns daher sehr wichtig.

 

 

Artikel aktualisiert am 28.12.2009 12:22